Tierschutz geht uns alle an

Ein Tier in Not ist ein heiliges Objekt.







    Der Tiger

    Tiger sind die größten Katzen Asiens.
    Körperbau
    Im Bau von Skelett und Schädel unterscheiden sich die Tiere kaum von Löwen.
    Körperlänge: bis 260 cm einschließlich Schwanz
    Gewicht: bis 190 kg
    Schwanzlänge: 90 cm
    Die Weibchen sind wesentlich kleiner und leichter.

    Zeichnung
    Durch ihre charakteristische Streifenzeichnung fallen die Katzen im Wechsel von Licht und Schatten zwischen Bäumen und Sträuchern kaum auf.
    Die Streifenzeichnung ist von schwarzbrauner bis tiefschwarzer Farbe auf der rötlichbraunen Grundfärbung des Fells. Die Unterseite des Bauches und des Schwanzes sowie die Innenseite der Beine, die Schnurrhaare und der Backenbart sind dagegen weiß.

    Jagdverhalten
    Tiger bevorzugen dichtbewachsenes und deckungsreiches Gelände.
    Die Großkatze ist wie fast alle Katzen ein ausgesprochener Einzelgänger mit einer Reviergröße von bis zu 300 km².
    Tiger sind nachtaktive Tiere, jagen aber, wenn sie Hunger haben, auch bei Tage. Normalerweise ruhen die Tiere sich aber während der heißesten Tagesstunden aus.
    Die Großkatzen sind ausgezeichnete Schwimmer und suchen zur Kühlung gerne Wasser auf.
    Zu den Beutetieren des Tigers zählen verschiedene Hirscharten, Wild- und Stachelschweine, Affen und zahlreiche weitere Arten.
    Reißt ein Tiger eine große Beute, die er nicht komplett fressen kann, kehrt er immer wieder zu dem Aas zurück bis auch der letzte Rest verzehrt ist.
    Ein ausgewachsener Tiger frißt täglich durchschnittlich rund 9 kg Fleisch. Wird ein Tier plötzlich überrascht, sucht es, im Gegensatz zur landläufigen Meinung, sein Heil in der Flucht. Es stößt dabei Laute aus, die wie ein erschrecktes Bellen klingen.

    Bestand
    Gab es zu Beginn dieses Jahrhunderts noch mindestens 100 000 Tiger in ganz Asien, so schätzt man heute den Gesamtbestand auf nicht mehr als 3500 - 5000 Tiere!(Schätzung des WWF)
    Drei der acht Unterarten sind bereits endgültig von der Erde verschwunden: der Bali-, der Java- und der Kaspi-Tiger.
    Sibirische Tiger ca 400 bis 500 Tiere
    Chinesische Tiger ca. 20 Tieren
    Sumatra-Tiger ca. 230 Tiere
    Indochina-Tiger ca. 1200 Tiere
    Bengalische Tiger (Königstiger) ca. 1200 - 1650

    Zur Zeit leben rund 1000 Sibirische Tiger, etwa 60 reinblütige Bengaltiger und einige wenige Sumatra- und Chinesische Tiger in Gefangenschaft.

    Obwohl die Art stark vom Aussterben bedroht ist, werden die Tiere immer noch von gierigen Trophäensammlern oder zur Herstellung obskurer "traditioneller" chinesischer Medizin gejagt.

    Paarung
    Tiger haben keine feste Paarungszeit.
    Von Zeit zu Zeit kommen männliche und weibliche Tiere zusammen, denn sie wollen sich ja fortpflanzen.
    Damit sie einander finden, brüllen sie in nächtlicher Stille immer wieder ihr langgezogenes «Aaaaooung»,
    das kilometerweit hörbar ist. Schon kurze Zeit nach der Paarung trennen sich die beiden dann wieder.
    Vaterpflichten hat Herr Tiger nämlich nicht. Nach einer Tragezeit von 105 bis 115 Tagen werden zwischen ein und sechs Junge geboren. Wie groß der Wurf auch ist, in der Regel erreichen nur ein oder zwei Junge das Erwachsenenstadium. Kränkliche oder lebensschwache Jungtiere werden von der Mutter beseitigt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt blind, bereits gut beharrt und wiegt zwischen 1 und 1,5 kg. Während der ersten sechs bis acht Wochen werden die Jungen ausschließlich mit Muttermilch gesäugt. In den darauf folgenden 4 Monaten werden die Jungen mit einer Mischkost aus Fleisch und Muttermilch versorgt. Mit ungefähr 7 Monaten versuchen sich die Jungtiere zum ersten mal mit eigenen Jagdversuchen. Die Geschlechtsreife erreichen weibliche Tiger im Alter von 3 bis 4 Jahren, die Männchen erst mit 4 bis 5 Jahren.
    Quelle: © Tierenzyklopaedie.de

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