Tierschutz geht uns alle an

"Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, ist das Grausamkeit. George Bernhard Shaw "



Tiger und Mensch


    Tiger sind der Inbegriff von Eleganz und Majestät. Ihre Schönheit ist ihnen schon immer zum Verhängnis geworden.
    Haben Tiger im 21. Jahrhundert noch eine Überlebenschance, oder wird der Mensch binnen 200 Jahren diese majestätischen Tiere ausgerottet haben?

    Etwas Geschichte

    Tiger werden seit der Zeit des Pharaos Amenhotep III vor über 3000 Jahren gejagt.

    Die Assyrer hielten Tiger in Menagerien und jagten sie mit Pfeil und Bogen.

    Alexander der Große brachte von einem Asienfeldzug den ersten Tiger mit nach Europa.

    Die Römer sahen erstmals im Jahre 11 v. Chr. einen Tiger bei der Einweihung des Marcellus Tempel.

    In den Arenen der Römer waren Tiger die spektakulärsten und beliebtesten aller Tiere.
    Bei den blutigen Gladiatorenkämpfen kamen tausende von Tigern und Gladiatoren ums Leben.

    An den orientalischen Höfen dienten Tiger als Vollstrecker der Todesstrafe.
    Ein Herscher in Birma richtete einen Tierpark mit hungrigen Tigern ein. In ihn wurden Verbrecher geworfen und das Volk durfte zusehen, wie die Übeltäter zerfleischt wurden.

    An indischen Herrscherhäusern wurden Tiger gefangen und zur Belustigung der hochrangigen Gäste zu Tode gequält.

    In der Vergangenheit war die Tigerjagd ein Sport der Reichen. Vor allem mit dem Siegeszug der Feuerwaffen wurde die Großkatze von Reitelefanten aus geschossen. Allein im Jahr 1914 soll der indische Maharadscha Venkat Raman Singh 111 Tiger erlegt haben.

    In primitiven sibirischen und mandschurischen Stämmen wurden die Tiger kultisch verehrt.
    Man glaubte an die übernatürliche Herkunft des Tigers und opferte ihm regelmäßig Tiere und Menschen.

    Nach dem Untergang des Römischen Reiches waren Tiger lange Zeit nicht mehr in Europa zu sehen und man vergaß das "gestreifte Untier".

    Erst 1478 kam wieder ein Tiger nach Europa, an den Hof der Herzogin von Savoyen in Turin.




    Aber all das hat nie dazu geführt, das der Tiger kurz vor dem Aussterben stand!

    Erst seit Anfang des 20. Jahrhundert verschwindet der Tiger immer mehr.


    Durch das sich ständig beschleunigende Bevölkerungswachstum in den asiatischen Länder, die zunehmende Kultivierung der Lebensräume und die Erschließung neuer Ressourcen durch Regierung und Wirtschaft wird der Tiger immer mehr aus seinen natürlichen Lebensräumen verdrängt.
    Sie werden zerstört, auseinandergerissen und soweit verkleinert, das sich die Tiger nicht mehr auf natürliche Weise entfalten können.
    Außerdem galt lange Zeit das Töten von wilden Tieren und das Roden von Wäldern und Dschungel als Zeichen des Fortschritts.

    Es gibt zwar einige Hilfsprojekte und durch die Einrichtung von Tigerreservaten in Indien und Sibirien wird seit den 30iger Jahren auch einiges für die Erhaltung der Tiger getan, aber viele Tierforscher, Wissenschaftler und Experten sind sich einig, das all diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Tigerpopulation auf Dauer zu erhalten.

    Die große Armut der Menschen in Indien führt dazu, dass sie Tiger töten, um ihre Familien zu ernähren. Von den 40.000 Tigern, die vor hundert Jahren noch in Indien lebten, sind heute nur noch 1.576 übrig.

    Wilderer erlegen die Tiere und verkaufen die Felle und verschiedene Körperteile, die u. a. der Potenzsteigerung dienen sollen. Besonders in China werden für Felle, Krallen, Knochen und Barthaare hohe Summen bezahlt.

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