Tierschutz geht uns alle an

Ein Tier in Not ist ein heiliges Objekt.






    Nachrichten - Aus aller Welt

    Indiens Tiger vom Aussterben bedroht


    vom 27.09.2006
    NEU DELHI, Indien (AP) - Die Tiger Indiens werden in wenigen Jahren von der Bildfläche verschwunden sein, so lautet die Warnung von Umweltschützern in einem flammenden Appell an die Regierungen von Indien und China von denen sie sagen daß die nahezu gar nichts unternommen haben um der rapiden Abnahme der großen Katzen entgegenzuwirken.
    Der Handel mit gewilderten indischen Tigern floriert jenseits der Grenze im von China kontrollierten Tibet, wo organisierte Verbrechergruppen sie als Bestandteil traditioneller chinesischer Medizin, festliche Bekleidung und als Souvenirs verkaufen laut der Naturschutz-Gesellschaft Indiens und der internationalen Umwelt-Forschungsbehörde.
    "Die chinesische Polizei zieht es vor die Augen vor dem Abschlachten der indischen Tiger zu verschliessen", sagt Belinda Wright, Direktorin der Naturschutz-Gesellschaft."Dies geschieht trotz der strengen Gesetze Chinas den Handel mit bedrohten Tierarten betreffend".
    Heimlich in Tibet aufgenommene und in einer Mittwochs Nachrichten- Konferenz gezeigte Photos zeigen Dutzende von Tiger- und Leopardenfelle im öffentlichen Verkauf. In einigen dieser Phots erkennt man lachende und mit Leuten, die Kostüme aus Tigerfellen tragen, posierende chinesische Polizei-Offiziere. Obwohl seit Jahren davon gesprochen wird existiert in Indien nach wie vor keine effektive Gegenmaßnahme um die Wilderei der die Tiger zum Opfer fallen zu bekämpfen, sagte sie.
    "Es ist die Politik in Indien die Tiger tötet, die Geringfügigkeit der Thematik in der Tagesordnung und persönliche Rivalitäten", erzählte Belinda Wright den Reportern.
    Im letzten Jahr wurden die Offiziellen aufgefordert zu bestätigen daß Wilderer alle Tiger in Sariska, einem der primären Tigerreservate in Indien, vernichtet haben, und daß indische Wildtier-Offizielle lange Zeit die Anzahl der Tiger im ganzen Land erheblich aufgebauscht haben. Trotz stürmischer öffentlicher und offizieller Entrüstung hat sich der Schutz der Tiger nicht verbessert, sagte Belinda Wright.
    Sie gab keine Schätzung bzgl. der Anzahl der Tiger die in Indien noch existieren ab. Im Jahr 2001 schätzte die U.S. Nationale Geographie Gesellschaft daß etwa 5000- 7000 bengalische oder indische Tiger in der Wildnis existieren, etwa die Hälfte davon in Indien. Naturschützer jedoch sind der Meinung daß die Wahrheit eher bei 2000 liegt - möglicherweise sogar nur mehr ein paar Hundert. "Wir müssen damit beginnen uns eine Welt ohne die großen Raubtiere vorzustellen….es ist knapp davor Realität zu werden. Es hat sich sowenig getan seitdem wir dies letztes Jahr veröffentlicht haben. Die betroffenen Nationen Indien, China und Nepal haben nahezu nichts unternommen um dem Abschlachten Einhalt zu gebieten. In Indien wird es bald keine Tiger mehr geben. Es handelt sich nur mehr um wenige Jahre bis kein Tiger mehr übrigbleibt".

    Kein Kommentar der Offiziellen
    Kalpana Balkhiwala, eine Sprecherin des indischen Ministeriums für Umwelt und Forst welches für den Erhalt der Tiger verantwortlich ist, sagte daß das Ministerium keinen Kommmentar zu dem Bericht abgab. Chinesische Offizielle konnten nicht umgehend für eine Stellungnahme erreicht werden.
    Sowohl die indische wie auch die chinesische Regierung erhielt Kopien des Berichts bevor das Ergebnis veröffentlicht wurde, sagte Belinda Wright. Der Handel mit bedrohten Spezies, den Bengalischen Tiger eingeschlossen, ist unter der U.N. Konvention bzgl. des Internationalen Handels mit bedrohten Arten, oder CITES, verboten.
    Der hohe Preis von Tigerfellen sowie die Verwendung anderer Tiger- Körperteile in der traditionellen Chinesischen Medizin haben einen blühenden illegalen Handel erzeugt.
    Ein im letzten Jahr von der Wright's Group und der Internationalen Umweltforschungsbehörde veröffentlichtes Exposée half die Verwendung von Tigerfellen in tibetanischer zeremonieller Bekleidung einzudämmen, vor allem nachdem der Dalai Lama, der im Exil lebende geistige Führer Tibets, diese Praktik verurteilte.
    Mittlerweile, sagte sie, kaufen die Chinesen Felle oder Körperteile als Souvenirs. "Chinesische Geschäftsleute kaufen sie zur Ausschmückung ihres Heims", sagte Belinda Wright.
    Der Markt wird solange weiterhin expandieren bis die Regierungen einen verstärkten Standpunkt dagegen einnehmen, sagte Debbie Banks, die Leiterin der Tiger-Kampagne der Umweltforschungsbehörde.
    "Der Handel wird von hochgradig organisierten Netzwerken die viel zu viel investiert haben um sich von wenigen vereinzelten Razzien und zufälligen Beschlagnahmungen abhalten zu lassen geführt", verlautbarte Debbie Banks in einem Statement. Im Zuge der Ermittlungen stiessen Nachforscher sogar auf ein feierliches Zelt das aus 108 Tigerfellen hergestellt wurde. Die Besitzer sagten es sei mehrere hundert Jahre alt, sagte Nitin Desai, einer der Ermittler. Es wurde jedoch erst kürzlich instand gesetzt, mehrere der Felle sahen neuwertig aus, sagte er.

    Dies ist das Ende des Tigers -- 108 Felle.

    Rettet der Lübecker Tierpark zwei Tigermädchen?


    vom 21.01.2006
    In Frankreich droht zwei sechs Jahre alten Tigermädchen die Todesspritze. Der Tierpark Lübeck, der schon viele bedrohte Tiere aus der Lebensgefahr gerettet hat, wäre vielleicht die letzte Hoffnung für die Tiger. Für Helmut Rentsch von der Gruppe „Tigerschutz“ in Neumünster könnten jedoch Tierrechtler, die gegen den Tierpark demonstrieren, die Rettung der Tiere verhindern. Nach Angaben von Helmut Rentsch sitzen die Tigermädchen in Frankreich in einem Wohnwagen fest. Weil diese Art der Haltung nicht artgerecht ist, müssen sie nach Aufforderung der zuständigen Behörden von dort entfernt werden. Wenn aber kein Platz für sie gefunden wird, so wie es im Moment scheint, droht diesen Tieren die Todesspritze. Aus diesem Grund wäre der Zoo Lübeck vielleicht die letzte Möglichkeit, den Tieren das Leben zu retten. Hier stünde sogar ein leer stehendes Gehege für die Tiger bereit. Die Gruppe „Tigerschutz\" hat bereits telefonisch Kontakt nach Lübeck aufgenommen. Hier konnte laut Rentsch im Moment noch niemand eine Zusage geben. Grund ist den Angaben zufolge die vielleicht drohende Schließung des Tierparks, weil Tierrechtler permanent gegen den Zoo demonstrieren und die Stadt Lübeck zudem befürchtet, auf den Tieren beziehungsweise den Kosten sitzen zu bleiben, so Rentsch. „Somit könnte man fast davon sprechen, dass die demonstrierenden Tierrechtler nicht zuletzt diesen beiden Tigermädchen bereits ihr Grab schaufeln, weil sie mit ihren Demos logischerweise für Besucherschwund und damit zum Bankrott des Zoos beitragen – ausgerechnet einem der wenigen Zoos, der sich bereit erklärt, derartige Wildtiere aufzunehmen\", erklärt Rentsch. Das drohende Schicksal der Tigermädchen ist kein Einzelfall: Schon ein Tiger musste sterben, weil die Gruppe „Tigerschutz\" ihn nicht nach Lübeck vermitteln konnte. „Er ist letztendlich elendig an einer Phlegmone verreckt\", so Rentsch. So bleibt das Schicksal der Tiger weiterhin äußerst ungewiss. Die Gruppe \"Tigerschutz\" wird weiter um das Leben der Tigermädchen kämpfen und kann nur hoffen, daß die Tierrechtler ein Einsehen haben. \"Es kann nicht im Sinne eines Tierrechtlers sein, eine Bleibe für in Not geratene Tiere zu vernichten\", sagt Helmut Rentsch. So dürfte es auch die Brigitte-Bardot-Foundation sehen, die intensiv nach einer Unterkunft sucht - und wenn es nur übergangsweise sein sollte, so dass die jungen Tiger zumindest vorerst gerettet sind. Die Gruppe \"Tiegerschutz\" geht davon aus, dass viele Tierrechtler vielleicht gar nicht wissen, dass Zoos normalerweise Zirkustiere überhaupt nicht aufnehmen.

    Hellabrunn: Vier Tigerbabys qualvoll gestorben


    Münchner Merkur den 13.01.2006

    Von Mutter nicht angenommen: Drei Junge verhungern, eines ertrinkt
    München (sc) - Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, hat sich im Tierpark Hellabrunn ein Drama abgespielt: Vier Babys der Tigerin "Leila" sind qualvoll gestorben, und niemand konnte den tapsigen Kätzchen helfen. Wie die "tz" erfuhr, hatte Leila kurz nach Weihnachten vier Junge zur Welt gebracht - zur Überraschung der Fachleute, wie Zoo-Sprecherin Doris Schwarzer der "tz" sagte. Weil die Tigerin noch zwei halbwüchsige Jungtiere führte, ging man davon aus, dass sie noch nicht wieder trächtig wird. Leila bekam Junge, doch ihr Mutterinstinkt erwachte nicht. Drei der Neugeborenen lebten ohne ihre Fürsorge nur wenige Tage. Dann erfroren und verhungerten sie. Die Babys von Hand aufzuziehen, lehnte die Zoo-Leitung ab: Solche Tiere könnten später nicht mehr in die Gruppe integriert werden. Eines der Jungtiere schaffte es dennoch: Es bekam von Leila genug Milch, wurde kräftiger und ging auf eine fatale Entdeckungsreise: Gestern Vormittag plumpste das Tigerbaby in den Wassergraben und ertrank. Besucher sahen das leblose Tier im Wasser treiben. "Der Kleine ist ausgerechnet deshalb gestorben, weil er schon so fit war", sagte Zoo-Sprecherin Schwarzer der "tz". Wenn Leila wieder Junge wirft, will sie der Tierpark so schnell wie möglich vom Nachwuchs trennen, damit sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholen kann. Das Unglück im Tiger-Gehege weckt Erinnerungen an einen ähnlich tragischen Fall vor wenigen Jahren: Ein Gorilla-Baby hatte sich beim Turnen im Kletternetz verheddert und schrie um Hilfe. Die erwachsenen Tiere wollten das Kleine befreien und zerrten an ihm. Vor den Augen der entsetzten Besucher und Pfleger erstickte das Gorillababy bei dem Rettungsversuch.
    Quelle: www.marktplatz-oberbayern.de

    Zirkus-Tiger greifen Dompteurin an


    veröffentlicht: 29.12.05 - 09:54

    Photo:reisehuset.comGießen (rpo). Eine Zirkus-Dompteurin ist in Gießen von ihren "Kindern", vier ausgewachsenen Tigern, angefallen und schwer verletzt worden. Die 26-Jährige hatte ihren Arm in den Käfig der Raubtiere gesteckt. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, zerfleischten die Tiger sämtliche Armmuskeln der Dompteurin, die bei der Attacke viel Blut verlor. Eine Anwohnerin bei den Messehallen, wo der österreichische Nationalcircus Louis Knie in Gießen gastiert, hörte die Hilferufe der Schwerverletzten, wie die Polizei mitteilte. Sie alarmierte gegen 5.15 Uhr die Polizei. Die Polizisten gingen den Hilferufen nach und sahen dann die Frau eng von außen an den Käfig mit vier Raubkatzen gepresst, den blutigen Arm innerhalb des Gitters. Der größte der vier Tiger ließ erst von ihr erst ab, als sich die Polizisten näherten.

    Die Frau wurde sofort notärztlich behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei war sie beim Abtransport noch bei Bewusstsein. Nach der Versorgung in der Klinik war sie außer Lebensgefahr, wie Polizeisprecher Werner Tuchbreiter sagte. Sie konnte aber noch nicht zu dem Unfall vernommen werden. Von dem Vorfall hatte offenbar niemand sonst etwas mitbekommen. Man gehe von einem Unglücksfall aus, erklärte die Polizei. Voraussichtlich könne die Patientin erst am Freitag befragt werden.

    Warum die 26-Jährige aus dem ostdeutschen Unstruttal zu der ungewöhnlichen Zeit bei ihren Tieren war, ist nicht geklärt. Zirkusdirektor Rolf Krames sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe ein sehr enges Verhältnis zu den insgesamt sechs Tigern gehabt; die zwei jüngeren Tiere seien in einem Extrakäfig untergebracht. Die 26-Jährige Anja, die sich "Angelique de Mon Dieu" nannte, habe von den Raubtieren als "ihren Kindern" gesprochen und sei sanft mit ihnen umgegangen, sagte Krames.

    Anscheinend habe sie in ihrem Wohnwagen Unruhe aus dem Tigerkäfig gehört und die Tiere beruhigen wollen. Die Dompteurin war seit drei Jahren mit dem Zirkus Louis Knie unterwegs. Das Unternehmen gastiert bis 1. Januar in Gießen. Die Vorstellungen gehen weiter, wie Krames sagte.

    Aus tierschutzrechtlicher Sicht fand die zuständige Kreisbehörde bei der Tigerhaltung nichts zu beanstanden, wie ein Sprecher der Kreisverwaltung mitteilte. Er sprach von einem tragischen Unfall.

    Tiger vor Kochtopf gerettet


    veröffentlicht: 15.08.2005

    (von Frank Huber)
    Ein Geschäftsmann aus Malaysia hat ein Tiger-Baby vor dem sicherem Tod in einem chinesisches Restaurant in der malysischen Hauptstadt Kuala Lumpur bewahrt.
    Er habe von Freunden erfahren, das Dorfbewohner den kleinen Tiger gefangen und an das Restaurant verkauften hätten.
    "Ich war schockiert, daß ein so herrliches Tier als eine simple Mahlzeit enden sollte.", so S.H. Foo.
    Er kaufte dem Restaurant das Tigerjunge ab und übergab es dem Umweltministerium.
    Der schwache und von Parasiten geplagte Tiger wird nun in einer Tierschutzstation aufgezogen.
    Quellen: Berliner Morgenpost


    Mysteriöser Tiger in den Straßen von Los Angeles erschossen


    am 23.02.05 um 21:23 veröffentlicht

    Ein Anwohner, der den Tiger sah, alarmierte die Polizei.Los Angeles (rpo). Tagelang hatte ein frei herumlaufender Tiger die Bewohner eines Vororts von Los Angeles in Angst und Schrecken versetzt. Am Mittwoch wurde das Tier von amtlichen Jägern erschossen. Wie die Polizei der kalifornischen Metropole mitteilte, blieb die Herkunft des Tiers zunächst weiter unklar. Die Behörden hatten nach der Wildkatze gefahndet, seit am 8. Februar ihre riesigen Pfotenabdrücke entdeckt worden waren. Gesichtet wurde das Tier jedoch erstmals an diesem Mittwoch. Ein Anwohner, der den Tiger sah, alarmierte die Polizei. Die amtlichen Jäger streckten den Tiger dann nahe der Ronald-Reagan-Präsidentenbibliothek in Simi Valley nieder. Das kalifornische Ministerium für Fisch und Wild ging der Herkunft des Tigers nach, indem es Anwohner mit Lizenz zum Halten exotischer Tiere abfragte. Da in den vergangenen Tagen keine Vermisstenmeldung wegen des Tigers eingegangen war, vermuteten die Behörden jedoch, dass das Tier möglicherweise illegal gehalten wurde.

    Adoption - Mutterliebe findet immer einen Weg!


    Tinka und KaliTinka, das kleine Tigerbaby, hatte im indischen Urwald seine Mutter verloren. Fünf Tage tapste die Kleine hilflos herum, bis Wildhüter sie abgemagert und zersaust fanden und in die Tierstation brachten. Doch trotz aller Zuwendung rührte Tinka aus Gram nach seiner Mutter keinen Bissen an. Die Menschen waren machtlos. Nicht jedoch Kali, die kleine Mischlingshündin. Sie brachte dem Tigermädchen Hundekuchen. Tinka rührte diese zwar nicht an, aber dennoch brachte die Hündin durch ihre aufdringlichen Attacken den Tiger dazu, aufzustehen um vor den feuchten Hundeküssen zu fliehen "Warum dann nicht gleich zum Fressnapf wanken, wenn man eh schon mal steht". In den nächsten Tagen war Kali das erste, was der Tiger beim Erwachen sah und das Letzte vor dem Einschlafen. Und immer blitzten die Hundaugen und gaben stumme Befehle: "Iß! Trink! Steh auf! Lebe!" Die Sensation war perfekt. Der Hund brachte das Tigermädchen zu Kräften. So etwas gab es in der Tierstation noch nie: Ein Tiger, der auf Schritt und Tritt hinter einem Hund herläuft! Verstanden haben das die Tierpfleger nicht so recht, bis zu dem Tag, als Kalis Herrchen erschien und ihnen erzählte, dass Kali schwanger war und ihre Babies verloren hatte. Dann war sie weggelaufen - direkt zur Tierstation - Mutterliebe findet immer einen Weg!



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