Tierschutz geht uns alle an

"Wenn man ein Dickicht verbrennt um zu jagen, bekommt man auch Tiere, aber im nächsten Jahr sind keine Tiere mehr da." Lü Bu We




Wundermittel Tigerknochen

Fast alles wird vermarktet Seit Jahrhunderten werden in der asiatischen Medizin traditionell Raubkatzen zu Medikamenten verarbeitet.
Kaum ein Teil des Katzenkörpers bleibt dabei ungenutzt. Vor allem Tigerhaare, -knochen und -zähne sind als Heilmittel beliebt.
Die Haare sollen zum Beispiel Tausendfüßler vertreiben, die Zähne vor Tollwut und Asthma schützen.
Die Schnurrbarthaare gelten als Mittel gegen Zahnweh und der Schwanz lindert Hautkrankheiten.
Der Glaube an die heilende Wirkung des Tigers ist so groß, dass für seine Körperteile utopische Summen gezahlt werden.
Der Handel mit bedrohten Tieren ist zwar auch in China streng verboten, wird aber längst nicht so streng kontrolliert wie in anderen Ländern.

Vor allem die Tötung für traditionelle ostasiatische Medizin und sein Leumund als Menschenfresser machen dem Tiger sehr zu schaffen. In China, Taiwan und Korea galten aus Tigerknochen gewonnene Mittelchen als wichtige Anti-Rheumamittel und wurden zur Bekämpfung von Arthritis eingesetzt..
Obwohl es Naturschutzorganisationen gelang, den Tiger aus den offiziellen Arzneimittelbüchern Chinas zu streichen, bleibt die illegale Nachfrage nach den Knochen.
Nicht nur in China, sondern auch den USA, Australien und den Niederlanden verkaufen sich die Placebo-Produkte sehr gut.
Preise von mehreren zehntausend Mark für ein Fläschchen Tigerpillen sind nichts Ungewöhnliches.


Indien - 61 Tiger im Reservat durch Wilderei getötet
Indien – Das Reservat von Namdapha, Bundesstaat Arunachal Pradesh, beherbergte noch vor wenigen Jahren 61 Bengalische Tiger. Wie das Wildtieramt von Namdapha jetzt mitteilte, soll nur mehr eine der Großkatzen am Leben sein – und selbst dafür gibt es keinen sicheren Beweis. Aufgrund seiner geographischen Abgelegenheit ist das 1.985 qkm weite Reservat schwer zu kontrollieren. Zudem sind die Wildhüter personell derart unterbesetzt, dass jeder von ihnen 65-75 qkm zu kontrollieren hat, während der gesamtindische Durchschnitt bei nur 15-20 liegt. Als Grund für den Tod der Tiger gelten Wilderer vom Volk der Lisu, das 1987 von Myanmar kommend einwanderte und sich im Reservat von Namdapha niederließ. Indien vertrieb die Lisu kurzzeitig, diese kehrten aber bald wieder und brannten als Vergeltung einige Posten und Lager nieder. 66 Familien in drei verschiedenen Gegenden zählen die eingewanderten Lisu. Mit der Wilderei auf Tiger machen sie eine Stange Geld. Ihrerseits beschuldigen die Lisu Mitglieder der Reservatsverwaltung, illegal Jagd auf Hirsche und andere Wildtiere zu machen. Namdapha ist eines von 15 indischen Schutzgebieten im Rahmen von „Project Tiger“. Es wurde 1983 gegründet. 1984 zählte man 43 Tiger, 2001/02 sogar 61. Nun muss davon ausgegangen werden, dass Namdapha nur mehr dem Papier nach Tigerschutzgebiet ist, da nicht einmal mehr Kotreste der Großkatzen gefunden werden. Neben dem Bengalischen Tiger beherbergt Namdapha auch Leoparden, Schneeleoparden und Nebelpanther. Text: www.canis.info , 04.12.05 (Q: „The Statesman“, 26.11.05)

Diesen Bericht sollten Sie sich auf der Zunge zergehen lassen Sternartikel

Badajoz - Die Polizei in der alten spanischen Festungsstadt Badajoz verhaftete sieben Geschäftsmänner, die gnadenlos ausgemusterte Zirkustiere abknallten.
Quelle: bz.berlin

Seit drei Jahren organisierte Manuel D., Besitzer eines Jagdhofes in Monterrubio de la Serena, sogenannte Jagden auf Löwen, Tiger, Wölfe und Luchse, die zu alt waren, um im Zirkus aufzutreten.
Meist waren die Tiere in Käfigen eingesperrt, wenn die Hobby-Jäger mit Jagdgewehren auf sie feuerten. " Es ging ihnen nicht darum, ein Jagdabenteuer zu erleben - sie wollten sich nur zu Hause eine Trophäe hinhängen und damit prahlen", so ein Ermittler. Einer zahlte sogar 30 000 Euro für einen Tigerkopf.


Badajoz (APA/dpa) - Die spanische Polizei hat sieben Verdächtige wegen der Beteiligung an einer illegalen Jagd festgenommen, bei der auch Tiger, Löwen, Luchse oder Wölfe geschossen worden waren. Hinter dem lukrativen Geschäft soll nach Presseberichten vom Mittwoch der Besitzer eines Landgutes nahe Badajoz im Südwesten des Landes stehen.
Der 45-Jährige habe gutbetuchten Jägern aus Spanien, Portugal, Italien, Frankreich oder Deutschland die Möglichkeit geboten, auf seinen Ländereien Jagd auf Wildtiere und geschützte Arten zu machen. Offiziell wurden Drosseln, Wildschweine oder Hirsche geschossen.
Für eine Wolfsjagd etwa mussten die Teilnehmer 24.000 Euro zahlen, wie es hieß. Die Polizei entdeckte auf dem Landgut in der kleinen Ortschaft Monterrubio de la Serna in Käfigen gehaltene Tiger und Löwen. Dabei soll es sich um ausgemusterte Zirkustiere handeln. Die Beamten fanden auch einen bereits erlegten Tiger. Den Tieren wurden nach der Jagd die Köpfe als Trophäen abgetrennt, dann wurden die Kadaver verbrannt, wie einer der Fahnder berichtete. Auf illegale Jagd stehen in Spanien sechs Monate bis zwei Jahre Haft.

PETA stellt Strafanzeige gegen Zirkus Barelli wegen tierquälerischer Dressurnummer mit Tiger und Pferd

PRESSEMITTEILUNG Gerlingen, den 6. Juni 2005

Die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. hat bei der Staatsanwaltschaft Passau Strafanzeige gegen Verantwortliche des Großzirkus Barelli gestellt und jetzt auch von der Staatsanwaltschaft das Aktenzeichen (104 Js 5285/05) erhalten, das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet.
Konkret geht es um den Straftatbestand der Tierquälerei gem. §§ 17, 18 TSchG bzw. den auf einem Pferd reitenden Tiger des Zirkus. Diese Zirkusnummer gehöre zum Standardprogramm von Barelli und sei aus tierschützerischer Sicht mit erheblichem Leiden beim Pferd verbunden. „Eine solche Dressur zwischen Pferd und Tiger lehnt selbst die Zirkus-Fachliteratur ab. Pferde sind u.a. neben anderen Tierarten die natürlichen Beutetiere von Tigern. Das bedeutet erheblichen und lang andauernden Stress sowie extremes Leiden für das Pferd,“ so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Mitarbeiter von PETA.
PETA weist in diesem Zusammenhang auf den Beschluss des Bundesrates vom Herbst 2003 hin. Damals wurde mit großer Mehrheit für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gestimmt und Ministerin Künast beauftragt, einen Verordnungsentwurf zu erarbeiten, der das Halten bestimmter wildlebender Tiere verbieten soll. Europäische Nachbarländer wie z.B. Österreich, hätten längst ein Verbot von Wildtieren im Zirkus.
Bereits 2003 hat PETA eine Recherche bei verschiedenen Zirkusunternehmen durchgeführt und u.a. festgestellt, dass bei 7 untersuchten Zirkussen mit insgesamt 52 Großkatzen lediglich 5 Tieren der vorgeschriebene Auslauf gewährt wurde. Die restlichen 47 Tiere seien auf wenigen Quadratmetern eingeengt, was einer Unterbringung einer Hauskatze in einem Reisetransportkorb gleich käme. An einigen Tieren hätte man Verletzungen vorgefunden, die nach Ansicht von PETA eindeutig von Peitschen herrührten. Viele Tiere zeigten Verhaltensauffälligkeiten wie Kauen oder Lecken an Käfigstangen, monotones Hin- und Herschwingen des Körpers oder Hin- und Herlaufen im Käfig.

Der Amurtiger im Khabarovsk Gebiet in Russland ist kurz vorm Aussterben.

Quelle: www.5tigers.org

Die Population der Amurtiger im Khabarovsk Gebiet in Russland ist kurz vorm Aussterben. Spezielle Studien ueber sechs Jahre haben gezeigt dass im besagten Zeitraum 49 Tiger getoetet worden sind. Laut der Wild Animals Foundation gibt es nun nur noch 50 bis 60 Tiger im Khabarovsk Gebiet und etwa 450 im gesamten Fernostgebiet Russlands. Bis zu siebenhundertr Tiere werden laut wissenschaftlichen Untersuchungen benoetigt um den Tigerbestand zu erhalten. Eine oeffentliche Meinungsumfrage darueber wie man die Amurtiger retten kann wurde von dem Geld welches die International Animals Protection Foundation dafuer zur Verfuegung gestellt hat gehalten. Alexander Kulikov, Sprecher der Foundation, gibt an dass das Erschiessen der Tiger hauptsaechlich aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den Wohngebieten der Taiga geschieht. Ganze 43.9 Prozent der Befragten (696 Antworten aus den 700 Frageboegen gingen ein) haben zugegeben dass die Tigerjagden wegen dem Wunsch Geld zu verdienen statt finden. 24.7 Prozent finden es erlaube ihnen "ihre Familien zu unterhalten". Mehr als 23 Prozent derer die antworteten, geben dem "Mangel an Bestrafungen" die Schuld fuer diese Art von Wilderei. Die meisten verlangten haertere Bestrafungen fuer das Schiessen von solch bemerkenswerten Vertretern der Fauna des russischen Fernen Ostens.

Schwarzmarkt bietet bis zu 60.000 Dollar für einen toten Tiger

Und das im Land der Washingtoner Artenschutzabkommler...

In Chicago (USA) ist ein Schwarzmarktring ausgehoben worden, der sich über acht Staaten erstreckte und mit vom Aussterben bedrohten und daher artgeschützten Tieren handelte. Allein 17 tote Tiger, ein Leopard und ein Sumpfhirsch gehen auf das Konto dieser Tierhändler. Denn nur ein toter Tiger bringt das ganze große Geld auf dem Schwarzmarkt - ein lebendes Exemplar nur maximal 1000 Dollar. Für ein Tiger-Skelett kann dagegen ein Preis von bis zu 60.000 Dollar erzielt werden. Verdienstspannen wie im Drogenhandel. An dem schmutzigen Geschäft wollten sich Trophäensammler, Tierpräparatoren und Besitzer von Tierparks eine goldene Nase verdienen. Zwar wurden insgesamt 16 Personen verurteilt, doch selbst der Anführer der Gang wurde gerade mal für ein Jahr hinter Gitter gesteckt. Angesichts der lockenden Verdienstspannen nicht gerade ein abschreckendes Urteil.

Ein toter Tiger bringt mehr als ein lebender

Alsip/USA (AP) Der Anhänger mit neun Tigern und zwei Löwen passiert unbehelligt das Tor im hohen Stacheldrahtzaun. Es ist Nacht, niemand ist draußen, der etwas bemerken könnte. Ein schweres Rolltor öffnet sich, und der Lastwagen fährt in die grell erleuchtete Lagerhalle. Zwei Männer mit Pistolen warten schon. Der Fahrer steigt aus. Mit einem Stock zwingt er die Tiere aufzustehen. So können die Männer besser zielen. Sie töten acht Tiger.

Zoos - Durchgangslager für Todeskandidaten

Beispiel: Tierpark Güstrow Herbst ΄93: Zwei Tiger überflüssig geworden, sollen entsorgt werden. Die Raubkatzen in enge Transportkisten gepfercht, spätnachts über die Grenze gebracht, nach Belgien. Endstation. Die Tiger aus Güstrow, hier werden sie sterben. Vorbestellt von einem Präparator. Das Töten von Raubkatzen, in Belgien ist es erlaubt. Aber nur dann, wenn ein Tierarzt das Betäuben und Einschläfern besorgt. Hier jedoch wird es anders kommen. Ein Kleinkalibergewehr. Vorteil: Die kleinen Geschosse werden das Fell kaum beschädigen. Nachteil: Das Sterben wird länger dauern. Nach vier Schüssen: "Der lebt immer noch" Nach 20 Minuten sind die Tiger tot. Nach über 5 Schüssen bleibt das Tigerweibchen schwerverletzt liegen.

"Papa Tiger kaputt, Mama noch nix kaputt, 10 Minuten warten!" Der belgische Präparator, enger Geschäftsfreund des belgischen Zootierschlächters "Ich brauche viele Tiere für Museen in ganz Europa. Alle Tiere. Ich habe jetzt 28 Löwen, 10 Tiger, Panther und Jaguare präpariert. Ich brauche noch mehr Raubkatzen, Bisons, Wisente, Antiloipen, auch kleinere Tiere, Warane, alles. Für ein Kamel bezahle ich 3000.-DM Ist für ein Museum in Mailand". Nochmals wird auf das Tigerweibchen geschossen. Es bäumt sich auf, wankt durch den Verschlag - Schuß- immer noch steht die Tigerin, blut läuft aus dem Maul, röchelnd sinkt sie zusammen und stirbt - endlich!

Für die Tiger aus Güstrow ist es zu spät. Zu spät auch deshalb, weil sie nur kurze Zeit gebraucht wurden. Als Vorzeigetiere, die eben jeder Zoobesucher sehen will. Sie endeten als Bettvorleger.

Diese "Bettvorleger" bekommen dann CITES -Papiere, so daß sie ganz legal gehandelt werden dürfen, während Wilderer, die ein nicht weniger schlimmeres Massaker anrichten, dafür bestraft und die Felle verbrannt werden.

Können Sie mir erklären, wo die Logik im Artenschutz noch liegen soll?

Warum dürfen reiche Leute mit etwas handeln, Tiere ermorden, alles das was armen Leuten verboten ist?

Warum lassen die Reichen ihre überflüssigen Tiere nicht auswildern, zumal die Armen noch etwas davon haben könnten, in dem sie durch das Auswildern einen Job bekämen.

Früher war mir nicht klar, was der Ausdruck Anarchie zu bedeuten hat. Langsam dämmert es mir, was damit gemeint ist.

  
Diese Seite könnte endlos fortgesetzt werden um aufzuzeigen, wie wir Menschen mit der Natur, der Umwelt und den Geschöpfen umgehen und sie nach und nach systematisch zerstören. Der Tiger ist nur ein Beispiel dafür und wenn wir nicht bald etwas dagegen unternehmen, wird dieses majestätische Tier in Kürze von unserer Erde verschwunden sein.



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